5-Valley-Contest 2016

Viermal schon haben sich Skater und BMX-Fahrer aus dem Land beim „5 Valley Contest“ in Gosbach und Geislingen gemessen. Diesmal zickt allerdings das Wetter – ausgerechnet beim ersten großen Event des im April neu gegründeten Vereins Skatepark Geislingen, das bisher der Geislinger Stadtjugendring veranstaltet hatte. Der Wettkampf in Geislingen fällt gänzlich ins Wasser und soll nun am 30. Juli nachgeholt werden. In Gosbach kommen tags zuvor zumindest die BMXer gerade noch so durch mit ihrem Kräftemessen.

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Der Fahrstil, die Nutzung der Geräte, Kreativität und Variationen der Tricks und eine möglichst fehlerfreie Ausführung – das alles fließt in die Wertung des Skate- und BMX-Wettbewerbs ein. Eine Minute lang bleibt Zeit, die Jury zu überzeugen. Die Punkte, die Teilnehmer an beiden Wettkampf-Tagen sammeln, werden addiert. „180“, „No Foot“ oder „Tailwhip“ – so heißen einige der Tricks, die die insgesamt 19 BMX-Starter zeigen.

Es geht Schlag auf Schlag: „Noch zehn Sekunden“, ertönt es aus den Lautsprechern. Noch ein Last Trick, also ein letzter Trick, um mit einem starken Finish zu glänzen, dann ist schon der nächste Fahrer an der Reihe. Die BMXer zeigen ihre Tricks auf der Quarter-Pipe, den Betonklötzen in der Mitte des Parks oder auf gerader Strecke. Die Räder werden in der Luft gedreht, die Stangen (Pegs) schleifen über die Hindernisse, „Obstacles“ genannt. Der ein oder andere Trick geht schief, doch Verletzungen gibt es am Samstag in Gosbach keine.

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Der jüngste Starter ist Mika Köhler aus Lauffen am Neckar. Der Elfjährige hält mit seinen älteren Mitstreitern locker mit. Unterstützt wird er von seinem Vater Heiko Schenk, der in der Szene „Bardl“ genannt wird und auch am Wettbewerb teilnimmt. Seit zweieinhalb Jahren nimmt Mika schon an BMX-Contests teil, erzählt sein Vater. „Aufgeschürfte Ellenbogen gibt es dabei ständig.“ Am 5 Valley Contest hat Schenk die Atmosphäre überzeugt: „Man kennt sich hier, das macht Spaß.“ Das bestätigt auch Vincent Stampfer aus Geislingen: Es sei etwas Besonderes, dass ein Contest zwei Tage dauere.

Auch die Aftershow-Party im Geislinger Jugendhaus Maikäferhäusle trage dazu bei. Die entspannte Atmosphäre zeigt sich auch während des Wettbewerbs: Vom Kommentator Simon Huddl kommt immer wieder mal ein „Schade“, wenn ein Trick nicht so wirklich klappen will. Und die Konkurrenz applaudiert bei gelungenen Tricks anerkennend. „Kleinere Contests wie dieser können manchmal sogar länger dauern als die großen“, sagt Schenk. Im Vergleich zu großen Wettbewerben sehe man das Zeitfenster von einer Minute nicht so eng.

Nach den BMX-Fahrern sind die Skater an der Reihe. Doch das Wetter bremst sie aus: Pünktlich zum Start der Skater-Runde setzt Starkregen ein. Nach kurzer Zeit stehen der Park und die angrenzende Wiese unter Wasser. Nach nur anderthalb Stunden bedeutete dies das Ende des Wettbewerbs. Für die Skater sei es zu gefährlich, auf nassen Hindernissen ihre Tricks vorzuführen, erklärt Julia Röder vom Verein Skatepark Geislingen. Doch es bleibt ja für die Skater noch der Trost, dass sie wenigstens Ende Juli zum Zuge kommen. Da gibt es dann auch die Auszeichnung für die BMX-Fahrer.